Zusammenarbeit
für Menschen mit Beeinträchtigungen
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Bild ARGE Würfel als AufzählungszeichenPro mente OÖ
        Linz, Österreich
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Jeder 4. Mensch von psychischer Erkrankung betroffen

Psychische Erkrankungen sind kein Schicksal, das Betroffene hinnehmen müssen. Weltweit ist bereits jeder vierte Mensch von einer „Krankheit der Seele“ betroffen. Hilfe leisten die Einrichtungen von pro mente OÖ. Hochqualifizierte MitarbeiterInnen bieten Beratung bei psychischen und sozialen Problemen für Betroffene, aber auch für deren Angehörige. Weiterführende Unterstützung gibt es in den Lebensbereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Einrichtungen in Oberösterreich. Ziel ist die Integration psychisch beeinträchtigter MitbürgerInnen in die Gemeinde. Die Unterstützung möglichst am Wohnort der Betroffenen bildet daher ein wichtiges Anliegen.

Foto-Ein Mann sitzt mit dem Rücken zur Kamera auf einem von vier Stühlen


Clubhaus

Berufliche Integration
Laienhilfe
Medizinische Rehabilitation
Psychosoziale Beratungsstellen
Sucht
Tagesstrukturierende Einrichtungen
Wohnen


Psychische Probleme – was nun?

Die psychosozialen Beratungsstellen von pro mente OÖ. bieten Rat und Hilfe bei psychischen Problemen in fast allen Bezirken Oberösterreichs. Als erste Anlaufstellen stehen sie Hilfesuchenden, aber auch Angehörigen oder nahestehenden Personen bei auftretenden Schwierigkeiten zur Verfügung. In Krisensituationen können sich die Betroffenen direkt an den Psychosozialen Notdienst wenden, der für ganz Oberösterreich rund um die Uhr telefonisch erreichbar ist. Eine längerfristige Begleitung aus der Krise stellt das Linzer Kriseninterventionszentrum bereit.

Vorzeitige Pensionierungen wegen psychischer Erkrankungen: Tendenz steigend!

Immer mehr Menschen werden wegen psychischer Erkrankungen aus dem Erwerbsleben ausgeschlossen: Vorzeitige Pensionierungen aufgrund psychiatrischen Diagnosen sind im Steigen begriffen. Um die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit intensiv zu fördern und Betroffenen die weitere Berufsausübung zu ermöglichen, bietet der Leistungsbereich medizinische Rehabilitation von pro mente OÖ. eine gezielte Maßnahme an. Im „Sonnenpark – Zentrum für psychosoziale Gesundheit“ in Bad Hall verbringen PatientInnen aus ganz Österreich einen vier-, sechs- oder achtwöchigen Rehabilitationsaufenthalt. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch die Pensionsversicherungsträger.

Zwei von drei psychisch beeinträchtigten Menschen haben keinen Arbeitsplatz

Verschiedene Trainings- und Beratungseinrichtungen von pro mente OÖ. bereiten nach psychischer Krankheit und Krise auf den beruflichen Wiedereinstieg vor. In den Arbeitstrainingszentren können die TeilnehmerInnen ein elfmonatiges Training absolvieren. Möglichkeit zur Mitarbeit besteht in Branchen wie Druckereien, Buchhandlung, Tischlerei, Küche, Weberei, Landbau, Büroservice u.a. Im Rahmen der Trainingszeit mit anschließendem Praktikum können Grundarbeitsfähigkeiten wie Pünktlichkeit, Ausdauer oder Verlässlichkeit wieder erprobt und erlernt werden. Speziell langzeitarbeitslose Personen bereitet die Trainingseinrichtung In-Takt auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vor. Längerfristige Arbeitsplätze stellt das filino sowie das Verbundprojekt von pro mente OÖ. zur Verfügung. Beratung und Betreuung bei Arbeitsuche und Arbeitsplatzerhaltung gibt es durch die Arbeitsassistenz. Die TeilnehmerInnen des Arbeitstrainings werden durch die mobile Ergotherapie unterstützt.


Einsamkeit kann psychische Probleme verstärken

„Leben ist mehr als überleben“ sagen die MitarbeiterInnen im Bereich Wohnen von pro mente OÖ. Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen erhalten im Bereich Wohnen von pro mente OÖ. ganzheitliche Beratung und Begleitung angeboten, um Stabilität und neue Zukunftsperspektiven zu finden. Das jeweilige Angebot ist persönlich auf den/die Betroffene/-n und seine/ihre Situation zugeschnitten und ist von stundenweise bis rund um die Uhr möglich. Auch die familiäre Situation und das Umfeld werden mit einbezogen. Die Unterstützung erfolgt direkt im Lebensumfeld des/der Hilfesuchenden, dh in der eigenen Wohnung. Oft wird auch Wohnraum zur Verfügung gestellt, je nach Bedarf alleine, in Gemeinschaft oder bei Gastfamilien. Spezialisierte Einrichtungen bestehen für Menschen mit Suchtproblemen, für Jugendliche sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und erhöhtem Pflegebedarf.

Psychisch krank, isoliert – jeder Tag gleicht dem anderen?

Menschen, die wegen psychischer Erkrankungen vorübergehend oder dauerhaft keinen Arbeitsplatz haben, leben abseits der sozialen Kontakte, welche Beschäftigung und Berufsausübung üblicherweise mit sich bringen. Einsamkeit, Verlust einer Zeitstruktur für den Tag und verminderter Selbstwert sind die Folge. In den tagesstrukturierenden Einrichtungen von pro mente OÖ. erhalten psychisch beeinträchtigte Menschen die Möglichkeit.
in Einrichtungen, Haushalten, Vereinen und Betrieben unter professioneller Begleitung mitzuarbeiten. Denn Freizeit- und Beschäftigungsangebote zB in Café, Tischlerei oder Keramikwerkstatt helfen, die Gleichförmigkeit des Tages zu durchbrechen und dem Alltag wieder Inhalt und Sinn zu geben.

Schweigen statt reden, weil Kontakte zu anderen schwierig sind?

Im Leistungsbereich Laienhilfe begleiten ehrenamtliche MitarbeiterInnen von pro mente OÖ. Menschen mit psychischen und sozialen Problemen in ihrer Freizeit. Treffen ein- bis zweimal wöchentlich sorgen für Abwechslung und bieten eine Gesprächsmöglichkeit. Die LaienhelferInnen tragen durch ihr Beispiel dazu bei, Vorurteile gegenüber psychisch beeinträchtigten Menschen in der Öffentlichkeit abzubauen. Für Betroffene bedeutet Laienhilfe eine Chance auf Rückkehr zur Normalität und Integration in die Gesellschaft.

Empowerment – Selbstbestimmung fördern

Psychisch kranke Menschen leiden oft unter Ausgrenzung und unberechtigten Vorurteilen in ihrer Umgebung. Pro mente OÖ. ist daher bemüht, über psychische Erkrankungen aufzuklären, um falschen Meinungen in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Wesentlich ist dabei, dass psychisch Kranke die Möglichkeit haben, für sich selbst zu sprechen. Mit dem Grundsatz des „Empowerment“ haben Psychiatrieerfahrene innerhalb von pro mente OÖ. ein gleichberechtigtes Mitspracherecht. Beispiele für „gelebtes Empowerment“ stellen die Clubhäuser von pro mente OÖ. dar. Hier können psychisch beeinträchtigte Menschen den Tag verbringen und bewältigen gemeinsam mit den Mitarbeitern anfallenden Tätigkeiten im Haus. Entstanden aus einer weltweiten Idee beruhen Clubhäuser auf dem Prinzip der Gleichberechtigung, Selbstverwaltung und Mitgliedschaft für Psychiatrieerfahrene.

Suchtprobleme sind in der Bevölkerung weit verbreitet

340.000 Österreicherinnen und Österreicher sind alkoholkrank, das entspricht 5 % der Bevölkerung. Weitere 1,85 Millionen nikotinabhängige RaucherInnen kommen bei den Suchterkrankungen noch dazu. Demgegenüber steht eine Zahl von 30.000 Menschen landesweit, die illegalen Substanzen missbrauchen. Süchte entstehen oft, weil persönliche Probleme oder Schwierigkeiten in Familie und Beruf nicht bewältigt werden können. Ein Teufelskreis beginnt. Um das Entstehen von Süchten zu verhindern, führt das Institut Suchtprävention von pro mente OÖ. umfassenden Aktivitäten zur Vorbeugung in Oberösterreich durch. Es gilt, sowohl junge Menschen als auch Erwachsene in ihrer suchtfreien Lebensführung zu stärken. Konkrete Hilfe und Beratung bei bestehenden Suchtproblemen bieten dagegen die Suchtberatungsstellen. Mit ihrer Sucht umgehen und Rückfälle vermeiden lernen suchtkranke Menschen in einer Einrichtung zur stationären Langzeittherapie.

Pro mente OÖ. ist zertifiziert nach ISO 9001. Ausgezeichnet mit dem Prädikat “Equality inside” und dem „Österreichischen Spendengütesiegel“.

Mehr über Pro mente OÖ auch auf www.promenteooe.at.

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