Evangelisches
Diakoniewerk
Gallneukirchen, Österreich
![]()
Diakoniewerk einst
1874 gründeten der erste Pfarrer der Evangelischen
Pfarrgemeinde Gallneukirchen, Ludwig Schwarz, und Gemeindemitglieder den
damaligen „Verein für Innere Mission“.
Die Entstehung
dieser Pfarrgemeinde war unmittelbar davor als Folge des Wirkens des katholischen
Pfarrers Martin Boos in Gallneukirchen in den Jahren 1806-1815 erfolgt.
Der neu entstandene Verein setzte sich zum Ziel, Kranken zu helfen, Pflege
für hilfsbedürftige Menschen zu organisieren und dies aus dem
Auftrag zur Nächstenliebe in der Nachfolge Jesu Christi zu tun. 1877
wurde das Diakonissen-Mutterhaus Bethanien gegründet, das sein Wirken
aus dem Bibelwort „In Jesus Christus gilt der Glaube, der durch die
Liebe tätig ist“ (Gal.5.6) abgeleitet. Diese Ausrichtung des
Diakoniewerkes besteht bis heute, auch wenn sich Umfang und Inhalt des
diakonischen Auftrages in den vergangenen 130 Jahren wesentlich verändert
haben.
Diakonie heute
Heute gehören zum Diakoniewerk 3 Krankenhäuser, 4 Einrichtungen
für alte Menschen,
3 Gästehäuser und Hotels für Seminare,
Kuren und Ferien,4 Ausbildungsstätten und ein vielfältiges Spektrum
an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie das Diakonissen-Mutterhaus
Bethanien mit Haus Abendfrieden, die Bücherinsel, die technische Werkstatt
und zwei Landwirtschaften. Derzeit sind in diesen Bereichen über 2000
MitarbeiterInnen in fünf Bundesländern tätig. Der Jahresumsatz
betrug im Jahr 2004 rund 83 Mio. Euro. Die Behindertenhilfe, zunächst
konzentriert in Gallneukirchen, hat sich in den vergangenen Jahren im Sinn
einer Regionalisierung der Angebote weiterentwickelt. Die Errichtung von
Werkstätten und gemeindeintegrierten Wohngemeinschaften in dezentraler
Lage sind Teil dieses Konzeptes, das Hilfe für Menschen mit Behinderungen
dorthin bringt, wo diese Menschen zu Hause sind.
In den vergangenen Jahren hat sich die Hilfe für alte Menschen im Diakoniewerk enorm weiterentwickelt. Im Haus für Senioren Wels konnte das neue Konzept der Hausgemeinschaften – Leben wie in einer Familie, Wohnen vor Pflege, auch für Menschen mit dementiellen Erkrankungen – verwirklicht werden. Das Haus am Ruckerlberg in Graz wird im Sinne dieses Konzeptes neu gebaut, weitere Projekte in Linz und Wien sind im Entstehen. Neben dem Wohnen wurden Angebote wie Kurzzeit- und Wochenendpflege, Tagespflege, Mobile Hilfen und Beratung in den Einrichtungen der Altenhilfe verwirklicht.
Die Krankenhäuser entwickeln sich zunehmend zu Gesundheitszentren, in denen nicht nur die ganzheitliche Betreuung des Patienten im Mittelpunkt steht, sondern Prävention und Gesundheitsförderung einen immer größeren Stellenwert erhalten.
Auslandsprojekte
Das Diakoniewerk betreibt seit 1. September
2002 einen integrativen Kindergarten - Suncani Most – für alle ethnischen und religiösen Gruppen
in Mostar. 40 Kinder mit und ohne Behinderung besuchen den Kindergarten
und haben neben der pädagogischen Betreuung auch die Möglichkeit,
physiktherapeutische und logopädische Betreuung in Anspruch zu nehmen.
Der inhaltliche Aufbau und die fachlichen Begleitung des Projektes erfolgten
durch MitarbeiterInnen aus dem Diakoniewerk. Für Mai 2006 ist ein
internationales Symposion zum Thema Integration von Kindern mit Behinderung
in Mostar geplant.
Weiters unterstützt das Diakoniewerk Wiederaufbauprojekte in Indien nach der Tsunami Katastrophe. Im Bezirk Tamil Nadu entsteht ein Haus für Waisenkinder. Die Kinder erhalten neben einer Wohnmöglichkeit auch psychologische Betreuung, Verpflegung, Kleidung und Schulausbildung. Ebenfalls in Tamil Nadu wird der Wiederaufbau von 50 Häusern unterstützt.
In Sibiu (Hermannstadt) – Rumänien soll mit der Unterstützung des Diakoniewerkes eine Werkstätte für junge Menschen mit Behinderung entstehen. Geplant ist, dass im Frühjahr 2006 fünfzehn Jugendliche einen Arbeitsplatz in einer vom Diakoniewerk ausgestatteten Einrichtung finden.
Nähere Informationen zum Evangelischen Diakoniewerk erhalten
Sie auf www.diakoniewerk.at
>> Kontakt