Zusammenarbeit
für Menschen mit Beeinträchtigungen
Schon kurze Zeit nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ im Jahre 1989 haben sich die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entscheidungsträger in Oberösterreich bemüht, den Bedürfnissen nach erhöhtem Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer auf den von ihnen vertretenen Gebieten gerecht zu werden.
Zahlreiche Institutionen und Verbände auf dem Sektor der Rehabilitation und Begleitung von Menschen mit physischer und psychischer Beeinträchtigung aus Oberösterreich und den ehemaligen Mitgliedsstaaten des Warschauer Paktes vereinten sich in ihrem Bemühen, Kontakte, die teilweise schon viele Jahre zuvor bestanden, zu intensivieren und für die Situation der Neuen Demokratien nutzbar zu machen.
Im Zentrum der Bestrebungen stand und steht die Kooperation und damit
verbunden
der Wissenstransfer auf dem Gebiet des allgemeinen Gesundheitswesens
und der Betreuung und Rehabilitation von behinderten Menschen. Angesichts
der neuen und verbesserten Mobilitätsbedingungen soll der Informationsaustausch
im Rahmen von multilateralen Seminaren, Arbeitstagungen und durch Nutzung
der modernen Medien vorangetrieben und ausgebaut werden. Konzentrierten
sich die Aktivitäten zunächst auf die unmittelbaren Nachbarstaaten
des Landes Oberösterreich, vergrößerte sich der Wirkungsbereich
im Laufe der Jahre.Da die neuen Demokratien nach Zusammenbruch der alten Strukturen mit einer Situation konfrontiert waren, die eine neue gesetzliche Regelung des gesamten Gesundheits- und Sozialwesens erforderte, die ihrerseits die veränderten ökonomischen und politischen Bedingungen reflektierte, engagierte sich die ARGE OST – West auf Einladung dieser Staaten zunehmend in diesem Bereich. Einen wesentlichen Impuls hierfür lieferte ein Symposium in Linz, an dem hochrangige Funktionäre aus Politik und Sozialwesen, unter anderem die Gattin des früheren tschechischen Präsidenten Olga Havlova, teilnahmen.
Ein wesentliches Ziel der ARGE ostwest besteht jedoch auch darin, nicht auf einem Status quo zu verharren, sondern sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsorganisationen zu intensivieren und weiterhin flexibel auf die Anforderungen der Zeit zu reagieren.